Chronik

Mit der Verordnung „über das Anhalten der Kinder zur Schule und die Bezahlung des Schulgeldes betreffend“ von 1805 hielt die allgemeine Volksschulpflicht Einzug in Sachsen. Mit diesem neu eingeführten „Schulzwang“, mussten nun auch die Großsteinberger Kinder ganzjährig die Schule besuchen. Das Hüten der Tiere übernahm seither ein armer Häusler als Gemeindehirt. Mit wachsender Einwohnerzahl wuchs auch die Zahl der Kinder. Man konnte den Schulunterricht nicht mehr in der gewohnten Weise durchführen. Im Jahre 1822 wurde deshalb die ”Alte Schule” erbaut; sie hatte nur ein Klassenzimmer. Darüber befand sich die Wohnung des Schulmeisters. Das Gebäude besaß zudem einen Karzer (Arrestraum) sowie einen Vorratsraum. Vormittags fand der Unterricht für die großen und nachmittags für die kleinen Schüler statt. Neben Schreiben, Lesen, Rechnen und Religion kam 1839 Erdkunde, Naturkunde und Geschichte hinzu.